Ausflug der Viertklässler durch die Iphöfer Geschichte

 

Mit dem Gedenktag der Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945 stiegen wir, die Klasse 4 a der Dr. Karlheinz-Spielmann Grundschule, in unser neues Sachthema ein. Auf unterschiedliche Art und Weise beschäftigten wir uns mit der Vergangenheit.

 

So schauten wir uns nochmal die Iphöfer Tore und Türme an, ordneten wichtige geschichtliche Ereignisse auf den Zeitstrahl ein und erfuhren, dass die Stadt im 2.Weltkrieg nicht wie Würzburg oder umliegende Dörfer bombardiert wurde.

 

 

 

 

Wir lasen, dass die beiden Männer Dr. Ruppert Schneider und Dr. Karlheinz Spielmann die Stadt am 05.04.1945 noch rechtzeitig zur Lazarettstadt „machten“. Iphofen wurde verschont, Nachbarorte, unter anderem Hellmitzheim, wurden bombardiert. Am 11. April 1945 fielen dort die Bomben.

 

 

Zeitzeugen

 

Als Zeitzeugin luden wir Frau Sachs aus Hellmitzheim, Ninas Urgroßmutter, ein. Anschaulich erzählte sie von den Kriegsjahren und der Zerstörung Hellmitzheims. Sie war Ende des Krieges so alt wie ihre Urenkelin. Gerade das beeindruckte die Schüler.

 

In den Osterferien ließ sich Nina noch mehr von ihrer Uroma erzählen und schrieb es auf, damit ihre Erinnerungen nicht verloren gehen.

 

Ein weiterer Zeitzeuge, Herr Düring, Lorenz´ Uropa, erzählte unserer Klasse ebenfalls spannend und beeindruckend von den Kriegsjahren und besonders von den letzten Kriegstagen Iphofens. In seinen Erzählungen begegnete uns auch wieder Dr. Schneider und Dr. Spielmann – der Namensgeber unserer Schule!

 

Erstaunlich für die Lehrer und Herrn Düring war, dass sich jeder Schüler etwas anderes - für ihn Wichtiges - von Herrn Dürings Erzählungen gemerkt hatte.

 

 

Im Archiv

 

Frau Kornacker bot uns auch dieses Jahr an, das alte und neue Archiv zu besuchen. Unser Zeitzeuge Herr Düring war dabei unser Gasthörer.

 

Das alte Archiv, das sich im Rathaus befand und ursprünglich „Schatzkammer“ war, beeindruckte die Schüler vor allem wegen der gut gesicherten Doppeltür mit vielen Schlössern und Schlüsseln.

 

Im neuen Archiv, das sich gut gesichert und zudem vor Hochwasser geschützt im Keller des Dienstleistungszentrums befindet, bestaunten die Viertklässler die praktischen Rollregale, alten Bücher und Urkunden. Die Redewendung „ein Buch aufschlagen“, probierten die Kinder mit Begeisterung praktisch aus.

 

Wir hoffen, dass auch nachfolgende Schüler diesen „Ausflug durch die Geschichte Iphofens“ erleben dürfen.

 

Danke deshalb an Frau Kornacker, Frau Sachs und Herrn Düring. Danke auch den Familien, die die Stammbäume ihrer Kinder für „ihr persönliches Archiv“ füllten.